Natursteinmauerwerk

Ein Natursteinmauerwerk besteht aus natürlichen Steinen, die dem entsprechenden Zweck angepasst sind. Sie werden als Gartenmauer und Begrenzung angelegt, sind aber auch noch in vielen Häusern zu finden. Natursteinmauern sind aufwändiger in der Verarbeitung als Mauern aus Beton oder Backstein. Daher sind auch die Kosten der Herstellung höher. Vorteil der Natursteinmauern ist die Langlebigkeit und die optische Ansicht.

Unterschiedliche Mauerwerksarten aus Naturstein

Aus Naturstein werden Trockenmauerwerke, Zyklopen- und Bruchsteinmauerwerke hergestellt. Es gibt außerdem regelmäßige und unregelmäßige Schichtmauerwerke. Quader- und Blendmauerwerk ergänzen die Aufzählung, die durch Sonderfälle erweitert werden kann. Diese nennen sich Friesenwall und Gabionen. Beim Natursteinmauerwerk gibt es Regeln, die beachtet werden müssen. Es handelt sich dabei um die Sichtflächengestalt, also die Ansicht der Mauer und um die Steintechnik.

Mauerwerke aus Naturstein unterliegen einer Wartung, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Von größter Bedeutung sind dabei die Fundamente. Bei den Mauern am Haus dagegen kann Feuchtigkeit durch drückendes Wasser zu einem Problem werden, wenn diese den normalen Rahmen übersteigt.

Bereits im antiken Rom wurden für Baumaterialien Haltbarkeitswerte ermittelt. Die Römer legten für Naturstein eine Haltbarkeit von 45 Jahren fest, somit also 3 Generationen. Heute weiß man, dass Natursteinmauerwerke viel länger bestehen können. So gibt es historische Bauwerke, die Jahrtausende alt sind und immer noch bestehen. Ein gutes Beispiel ist die Chinesische Mauer. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Ein großer Anteil der Mauer entstand vor ungefähr 500 bis circa 700 Jahren.

Natursteinmauern haben den Nachteil, dass sie „schwitzen“. Vor allem im Frühsommer, wenn der Keller innen kälter ist als die Wand außen, bildet sich Schwitzwasser. Viele Keller wurden zur Lagerung von Gemüse gebaut und haben dadurch auch eine gewollte Feuchtigkeit. Drückt allerdings Grundwasser gegen die Natursteinmauer, muss schnell gehandelt werden, um die Mauer zu schützen und die Bausubstanz zu erhalten.

Elektroosmose als Möglichkeit der Trocknung von Natursteinmauern

Durch das Anlegen einer schwachen, geregelten Gleichstromspannung setzt sich das Wasser in den Poren der Natursteine in Bewegung. Dabei wird gleichzeitig eine Umkehrung erzielt, die das Wasser nach unten aus der Mauer wandern lässt. Das Stromfeld wird über eine Steuereinheit und Elektroden aufgebaut. Die Elektroden sind für eine lange Nutzung ausgelegt und bestehen zum Beispiel aus Titan, das mit Edelmetall überzogen ist. Mit diesen Elektroden wird die Steuereinheit verbunden. Sie sorgt für eine gleichmäßig schwache Spannung und überwacht den Trocknungsvorgang im Natursteinmauerwerk. Über dieses Steuergerät ist es auch möglich, bei Fortschreiten der Trocknung die Werte den Erfordernissen neu anzupassen. Das Display zeigt ständig den Fortschritt an und dokumentiert die Trocknung. Beim Drymat System zum Beispiel handelt es sich nicht um einen einmaligen Vorgang. Die Elektroden verbleiben in der Wand und halten diese effektiv und auf lange Sicht trocken. Der Hersteller gewährt 20 Jahre Garantie auf das System. Erfahrungswerte bestätigen eine wartungsfreie Lebensdauer bis zu 50 Jahren und darüber hinaus.