Bruchsteine

Bruchsteine werden aus dem Abbruch größerer Felsen gewonnen. Es gibt den Bruchstein nicht nur als Baustein, sondern auch in unterschiedlicher Körnung als Bruchsand oder Bruchschotter. Der Bruchstein entsteht auf natürlichem Wege durch die Verwitterung. Das kann zum Beispiel durch Eissprengung sein oder eben auch durch Abbau im Steinbruch. Dieser Stein ist unregelmäßig in seiner Form. Er hat unbearbeitete Seiten und scharfe Ecken und Kanten. Der Bruchstein ist ein ausgesprochener Naturstein.

Bruchstein als Baumaterial

Die Bruchsteine werden meist auf direktem Wege als Baumaterial verwendet. Außerdem werden solche Steine entweder auf eine passende Sieblinie eingestellt oder auch erst einmal weiterverarbeitet. Bruchsteine werden, wie der Namen schon sagt, auf eine gewünschte Größe gebrochen oder sie kommen in die mechanische Bearbeitung. Dort werden sie grob behauen oder geschliffen. Beim Behauen wird die typische Struktur, die die Flächen und Kanten haben, beibehalten.

Heute werden die Bruchsteine seltener für Mauern verwendet, sondern mehr als Gesteinskörnung beim Bau eingesetzt. Sie erfüllen ihren Zweck als Deckmaterial oder bei der Gründung. Die Gesteinskörnung hat den Vorteil, besser zu verfestigen, als dies das Rundmaterial vermag. Auch als Zugschlagstoff wird die Gesteinskörnung aus Bruchsteinen verwendet, zum Beispiel beim Straßenbau, der Schotterung von Gleisen, aber auch bei Beton oder Mörtel.

Immer noch schön sind Natursteinmauern, die aus Bruchstein bestehen. Leider sieht man diese immer seltener. Sehr beliebt sind Bruchsteine im Garten. Dort werden sie als Pflasterung oder Gehwegplatten eingesetzt.

Kellermauern aus Bruchstein

Bei Altbauten sieht man immer noch Bruchsteinmauern im Keller. Der Stein lässt sich verhältnismäßig einfach verarbeiten. Der Nachteil ist, dass er sehr porös und saugfähig ist. Dadurch hat man beim Bruchstein öfter mit verschiedenen Feuchtigkeitsproblemen zu kämpfen. Seitlich von außen eindringende Nässe durch Erdberührung ist eines der Probleme. Auch vom Erdreich kann Feuchtigkeit aufsteigen und in Boden und Wände dringen. Das dritte Problem beim Bruchstein ist Feuchtigkeit durch eine eventuell vorhandene Flächenkondensation. Das kommt meist bei ungünstigen Luft- und Temperaturverhältnissen vor.

Entfeuchtung und Sanierung der Bruchsteinmauer

Die Entfeuchtung und Sanierung einer Bruchsteinmauer kann komplett von innen erfolgen. Wichtig ist, dass beim Maßnahmenpaket alle Aspekte, die zur Feuchtigkeit geführt haben, mit einbezogen werden. Alle Probleme müssen beseitigt werden, um eine effektive Trocknung zu erreichen. Hat die Bruchsteinmauer zum Beispiel mürbe Fugen, müssen diese tief erneuert werden. Auch angegriffene oder absandende Bruchsteine müssen verfestigt werden. Ist das Mauerwerk wieder geschützt, bietet sich die aktive Elektroosmose zur Trocknung von Wänden und Böden an.

Sie wird zum Beispiel mit dem Drymat System angeboten. Im Vorfeld überprüfen die Mitarbeiter die vorhandene Situation und bestimmen die Ursache der Feuchtigkeit. Sie besprechen mit dem Immobilienbesitzer die nötige Vorgehensweise, um eine schnelle und langfristige Trocknung zu erreichen. Das Drymat M2030 EO+ System besteht aus Titan-Anoden, die mit Edelmetall versiegelt sind. Sie werden im Mauerwerk eingebracht und mit einer Steuereinheit verbunden. Über die Elektroden wird ein schwaches Stromfeld aufgebaut, das die Energie der Feuchtigkeit (Potenzial) umkehrt. Das Wasser wird ins Erdreich zurückgedrückt. Das System ist kein einmaliger und kurzer Vorgang, sondern ist ein aktiver Prozess und sorgt langfristig und zuverlässig für trockene Wände und Böden. Die Drymat Trocknungs-Methode baut eine natürliche Sperre auf, die die Feuchtigkeit nicht mehr durchdringen kann. Das Drymat System mit eingebrachten Anoden ist als Verfahren allgemeinwissenschaftlich anerkannt und hat sich auch bei vielen anderen Mauerarten schon viele Male bewährt.