Betonwerksteine

Der klassische Betonwerkstein wird nach DIN 18500 hergestellt. Es handelt sich dabei um ein vorgefertigtes Erzeugnis, welches aus bewehrtem oder auch unbewehrtem Beton besteht. Dieser Stein ist bearbeitet und kann besonders gestaltet sein. Die Bestandteile des Betonwerksteins sind Betonzusatzmittel, Mineralien, Wasser und Zement.

Unterschiedliche Farbe und Zusammensetzung beim Betonwerkstein

Hochdichte Betone werden aus Hochleistungszement gefertigt. Die Zuschlagsstoffe bestehen aus Mineralien. Diese können Basalt, Granit, Quarz oder Marmor sein und geben dem Betonwerkstein seine Grundfarbe. Die Strukturen sind fein-, mittel- und grobkörnig. Sie entstehen durch die unterschiedlichen Größen der Mineralienkörnung.

Der Betonwerkstein kann vielfältig sein. So entstehen durch die Zugabe von farbigen oder transparenten, alkalibeständigen Granulaten tolle Optiken oder Verspiegelungen. Auch lichtechte und hochwertige Farbpigmente lassen sich im Betonwerkstein einarbeiten. Verschiedene Zuschlagsstoffe und unterschiedliche Schleifmedien bestimmen die Oberfläche des Betonwerksteins. Sie entscheiden, ob der Stein glänzend, hochglänzend oder seidenmatt aussieht.

Eine ordnungsgemäße Verlegung ist besonders wichtig

Nicht nur die Produktion ist beim Betonwerkstein entscheidend. Auch die ordnungsgemäße Verlegung ist wichtig, denn nur dann hat der Nutzer auch langfristig Freude an dem auffälligen Material. Betonwerksteine haben den Nachteil, dass sie empfindlich auf die Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit reagieren. Vor der Verlegung muss der Stein daher unbedingt seine Haushaltsfeuchte erreicht haben. Liegen zwischen der Produktion und der Verarbeitung mehr als 28 Tage, kann man davon ausgehen, dass dies der Fall ist. Ist der Betonwerkstein jedoch noch zu frisch, treten Schwindungen auf, die in den meisten Fällen zu Bauwerksschäden führen. Das können Risse sein, Belagsablösungen und Flankenabrisse.

Wenn der Betonwerkstein direkt aus der Produktion kommt, ist er noch offenporig und dadurch besonders saugfähig. Daher muss vor der Verarbeitung eine Oberflächenbehandlung vorgenommen werden. Diese geschieht meist nach dem Einbau oder Verlegen.

Betonwerkstein für das Badezimmer

Besonders als Badezimmer-Belag ist Betonwerkstein sehr beliebt, da er hier viele Vorteile bietet. Einer dieser Vorteile ist die Fugenlosigkeit bei großen Formaten. Die porenlose Oberfläche sieht gut aus und lässt sich einfach reinigen. Ein großer Vorteil ist die Vielfältigkeit an Farben und Strukturen, die im Bad als besonderer Eyecatcher gelten können. Wer aber Betonwerkstein verarbeitet sollte zuvor genau überdenken, ob dieser Stein die gewünschten Anforderungen für das Projekt bietet. Auch muss man sich darüber im Klaren sein, dass mit der Zeit auf dem Betonwerkstein eine gewisse Gebrauchspatina entsteht. Wer das akzeptieren kann, hat mit dem Betonwerkstein sicher eine gute Wahl getroffen.